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Baro ist eine Kleinstadt in Oberguinea.; dort, wo früher die einzige Eisenbahnlinie des Landes den Fluss Niandan überquerte. Der Bahnhof von Baro ist heute überwuchert, aber die Brücke steht. Sie und das gesamte Land sehen heute einer glanzvolleren Zukunft entgegen, in der wohl auch wieder Züge nach Baro fahren werden.
Baro ist auch der Ort, wo im Sommer 2008 Stefan Spatz und Hans Rabe bei einer gemeinsamen Reise zum ersten Mal auf Abdoulaye Camara trafen. Auch wenn das gemeinsame Schaffen der drei damals noch gar nicht absehbar war, 2011 nun haben sie den Baro-Express auf die Schienen gesetzt. Er rollt aus dem heißen Westafrika zu uns und bringt uns die Grooves der Malinke.
Die Musik der Malinke ist uralt und doch so jung wie Abdoulaye, so kraftvoll und geschmeidig wie ein Löwe, aber auch voll Wissen und Erfahrung. So wie die alten Bäume im heiligen Wald von Baro viele Generationen von Menschen in ihren Werden und vergehen sahen, so sind all die menschlichen Regungen und Erfahrungen in diese Musik eingeflossen. Das ganze Leben, von der Geburt bis zum Tode, ob bei Arbeit oder bei einer Feier, alles wird von Musik begleitet.
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Das macht sie zeitlos. Sie ist dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, im höchsten Maße angesagt. Sie ist ein Geschenk der Malinke an uns, die wir so sehr nach danach dürsten und oftmals vergeblich in Konzerthallen oder Diskotheken danach suchten. Der ‚Tanz der starken Männer’, der Tanz der jungen Mädchen, der Frauen, der jungen Burschen, Rhythmen zur Feldarbeit, zur Hochzeit, zur Initiation – ein schier unerschöpflicher Fundus von Rhythmen, Gesängen und Tänzen für alle Lebenslagen, ein Fundus universeller menschlicher Erfahrungen sozusagen.
Dargeboten nun von Baro-Express, nicht als Darstellung einer exotischen Kultur, sondern als Erfüllung unseres Bedürfnisses nach kunstvollen Ausdruck, nach Bewegung, nach Tanz, ja nach Groove in unserem Leben.
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